Was muss auf deine Ferienhaus-Webseite? - Die komplette Inhalts-Checkliste

Warum diese Liste den Unterschied macht

Die meisten Ferienhaus-Homepages, die wir uns ansehen, haben nicht zu wenig Inhalt - sie haben die falsche Auswahl. Irgendwo steht ein Text über die Region, es gibt eine Galerie mit fünfzig Fotos ohne erkennbare Ordnung, und dann fehlt ausgerechnet die Information, nach der ein Gast tatsächlich sucht: Wie weit ist es zum Strand? Sind Hunde erlaubt? Was kostet die Woche im August wirklich, inklusive Endreinigung?

Ein Gast, der deine Seite besucht, hat noch keinen Fuß in dein Haus gesetzt und wird dich vor der Buchung wahrscheinlich auch nicht anrufen. Er entscheidet allein auf Basis dessen, was auf der Seite steht. Diese Checkliste geht deshalb der Reihe nach durch, was auf einer vollständigen Ferienhaus-Webseite stehen sollte - in etwa der Reihenfolge, in der ein Besucher die Seite auch tatsächlich durchgeht. Nimm sie als Arbeitsliste: Geh sie Punkt für Punkt durch und prüfe, was auf deiner aktuellen Seite schon vorhanden ist und wo noch eine Lücke klafft.

Die Startseite: Was der Gast in den ersten Sekunden sieht

Bevor jemand scrollt, muss die Startseite drei Dinge auf einmal leisten: zeigen, wie schön dein Ferienhaus ist, klar machen, worum es geht, und dem Besucher sagen, was er als Nächstes tun soll. Das klingt einfach, wird aber überraschend oft verpasst. Viele Seiten starten mit einem generischen Bildkarussell, einer langen Überschrift voller Marketing-Floskeln oder - schlimmer noch - mit einem Textblock, bevor überhaupt ein Bild zu sehen ist.

Im sichtbaren Bereich, also bevor der Gast überhaupt scrollen muss, braucht es ein starkes Foto, eine kurze, konkrete Aussage darüber, was dein Haus besonders macht, und einen eindeutigen nächsten Schritt. Der Gast soll innerhalb weniger Sekunden begreifen: Das ist ein Ferienhaus in dieser Region, mit diesem Charakter, und so kann ich mehr erfahren oder direkt anfragen.

  • Ein einziges starkes Bild statt einer Diashow: Ein Karussell mit zehn wechselnden Fotos verwässert den ersten Eindruck eher, als ihn zu verstärken. Ein Bild, das sofort trägt, ist stärker als zehn mittelmäßige.
  • Eine Überschrift mit Ortsangabe: "Ferienhaus am Chiemsee" sagt in drei Wörtern mehr als "Willkommen bei uns".
  • Ein Satz, der das Alleinstellungsmerkmal trägt: Direkt am See, mit eigenem Steg, für bis zu acht Personen - was auch immer bei dir zutrifft.
  • Ein klarer Button: "Verfügbarkeit prüfen" oder "Jetzt anfragen" - sichtbar, ohne dass der Gast danach suchen muss.

Tipp: Wenn du unsicher bist, welches Bild für die Startseite geeignet ist, frag dich, ob du selbst bei diesem Anblick weiterscrollen würdest. Wenn die Antwort "eher nicht" lautet, ist es das falsche Bild.

Denk die Startseite außerdem konsequent vom Handy aus, nicht vom großen Bürobildschirm. Was auf dem Desktop wie ein großzügiger, luftiger Hero-Bereich wirkt. Bei unseren Kunden ist es erfahrungsgemäß so, dass 80% der Besucher die Seite auf dem Handy aufrufen. Natürlich könnte man wenn genügend Bilder vorhanden sind, ein gutes für Mobil und ein anderes für Desktop auswählen.

Die Bildergalerie / Bilder: Ordnung & Qualität entscheidet, nicht nur die Menge

Gute Fotos sind das bei weitem wichtigste deiner Ferienhaus Webseite. Potentielle Gäste müssen sich in deinem Ferienhaus wiedererkennen. Und ja es ist durchaus verlockend Muttis "Greatest IPhone Hits" zu nutzen weil "die reichen ja schon" und ihr neues Iphone 17 macht ja krass gute Fotos. Wenn du in eines investieren solltest dann besorg dir einen professionellen Fotografen. (eine günstige Webseite gibt es ja schon bei uns :)) --> Hier ein paar Tipps wie Du gute Fotos für deine Ferienhaus Webseite machst

Gute Fotos allein reichen nicht, wenn sie wahllos aneinandergereiht sind. Eine Galerie, die einfach fünfzig Bilder in der Reihenfolge zeigt, in der sie hochgeladen wurden, zwingt den Gast dazu, sich die Struktur deines Hauses selbst zusammenzusuchen. Das kostet Aufmerksamkeit, die er nicht hat - die durchschnittliche Verweildauer, bevor jemand abspringt, liegt bei wenigen Sekunden.

Sortiere die Galerie stattdessen so, wie ein Gast das Haus auch tatsächlich betreten würde: erst die Außenansicht und der Eingang, dann der Wohn- und Essbereich, danach die Schlafzimmer einzeln, das Bad, die Küche, und zum Schluss Garten, Terrasse oder Pool sowie ein paar Bilder der Umgebung. Diese Reihenfolge ist keine Formalität - sie gibt dem Betrachter das Gefühl, das Haus wirklich zu erkunden, statt eine zufällige Fotosammlung durchzuklicken.

  • Außenansicht & Eingang: Der erste Eindruck, wenn man vor der Tür steht.
  • Wohn- und Essbereich: Der Raum, in dem sich die Gäste tagsüber am meisten aufhalten.
  • Jedes Schlafzimmer einzeln: Nicht ein Sammelfoto aller Betten, sondern jeder Raum für sich.
  • Küche und Bad: Genau die Räume, bei denen Gäste am genauesten hinschauen.
  • Außenbereich: Terrasse, Garten, Pool oder Sauna, falls vorhanden.
  • Umgebung: Ein, zwei Bilder von Strand, See, Berg oder Ortskern schaffen den räumlichen Bezug.

Ein einzelnes gutes Coverbild pro Kategorie ist dabei oft wirksamer als zwanzig fast identische Aufnahmen desselben Zimmers aus leicht verschobenem Winkel. Wähle pro Raum die zwei, drei Aufnahmen, die wirklich etwas Neues zeigen, und lösche den Rest.

Objektbeschreibung & Ausstattung: Text und Liste brauchen sich gegenseitig

Ein gut geschriebener Beschreibungstext und eine saubere Ausstattungsliste erledigen zwei völlig unterschiedliche Aufgaben, und deshalb braucht deine Seite beides. Der Fließtext vermittelt Atmosphäre - wie es sich anfühlt, morgens mit Blick auf den See Kaffee zu trinken, oder abends nach der Skitour auf der Terrasse zu sitzen. Das ist etwas, was eine Liste nicht leisten kann. Aber ein Gast, der wissen will, ob es eine Spülmaschine gibt, einen Hochstuhl, oder ob das Haus rollstuhlgerecht ist, will das in fünf Sekunden finden, nicht in einem Absatz Prosa suchen müssen.

Am wichtigsten ist, sofern das vorhanden ist, ein Keyasset zu beschreiben, also das zentrale Ausstattungsmerkmal, das dein Ferienhaus besonders macht. Pool, Nähe zum Strand etc. --> diese Dinge sollten dem User schnellsmöglich vermittelt werden.

Vermeide beim Fließtext austauschbare Formulierungen wie "gemütliches Ferienhaus in ruhiger Lage" - das steht auf tausend anderen Seiten genauso und sagt nichts Konkretes. Schreib stattdessen, was dieses Haus tatsächlich besonders macht: den knarzenden alten Holzboden im Wohnzimmer, den Kamin, den man auch im Sommerurlaub anzündet, weil die Abende hier oben kühl werden, den Weg zum See, den man in vier Minuten zu Fuß schafft.

Die Ausstattungsliste: Konkret statt vage

Bei der Liste gilt das Gegenteil - hier zählt Vollständigkeit, nicht Stil. Gliedere sie nach Bereichen, damit der Gast gezielt nachschauen kann:

  • Küche: Spülmaschine, Backofen, Kaffeemaschine, Anzahl der Kochplatten.
  • Bad & Wäsche: Waschmaschine, Trockner, Haartrockner, Anzahl der Badezimmer.
  • Familie & Zugänglichkeit: Hochstuhl, Kinderbett, Treppen im Haus, ebenerdiger Zugang.
  • Technik: WLAN-Geschwindigkeit, Smart-TV, Heizung, Klimaanlage.
  • Außen: Parkplatz, Garten, Grill, Pool, Sauna, Haustierfreundlichkeit.

Für einige Gäste ist genau ein Punkt auf dieser Liste das Ausschlusskriterium - kein Hochstuhl heißt für eine Familie mit Kleinkind oft schon, dass sie weiterscrollt. Je vollständiger die Liste, desto weniger Rückfragen bekommst Du später per E-Mail. Wichtig ist ebenfalls, dass wenn man Ausstattungsgegenstände fotografisch darstellt, diese dann auch vorhanden sind. Wenn du beispielsweise ein Bild von einer Schüssel voller Kaffeekapseln zeigst, sollte nicht nur offensichtlich eine Kafeeemaschine im Haus vorhanden sein, sondern auch die Kapseln selbst. So spart man sich mühsame Kommentare oder am ende vielleicht auch schlechte Bewertungen.

Zimmer- und Raumübersicht: Der Grundriss im Kopf des Gastes

Vor allem bei größeren Häusern reicht eine Ausstattungsliste allein nicht, um zu verstehen, wie sich das Haus tatsächlich aufteilt. Bei einem Ferienhaus für zehn oder zwölf Personen will eine Gruppe wissen, wie viele Schlafzimmer es gibt, welches Bett wo steht, und ob zwei Bäder für vier Zimmer wirklich ausreichen. Ohne diese Information wird oft erst gebucht und dann per E-Mail nachgefragt - oder gar nicht erst gebucht, weil die Unsicherheit zu groß ist.

Eine kurze, raumweise Übersicht schafft hier Klarheit: Schlafzimmer 1 mit Doppelbett und Seeblick im Obergeschoss, Schlafzimmer 2 mit zwei Einzelbetten im Erdgeschoss, ein Bad pro Etage. Bei größeren Objekten lohnt sich zusätzlich ein einfacher Grundriss oder zumindest eine schematische Auflistung, damit Gruppen mit mehreren Familien im Vorfeld klären können, wer wo schläft - bevor es vor Ort zur Diskussion wird.

Achte bei der Beschreibung auch auf die Details, die auf Fotos leicht untergehen: Ist ein Bett tatsächlich ein Doppelbett oder zwei zusammengeschobene Einzelbetten? Gibt es eine Treppe ohne Geländer, die für kleine Kinder oder ältere Gäste relevant ist? Wie viele Stufen führen vom Garten ins Haus? Solche Angaben wirken kleinlich, sind für einzelne Gästegruppen aber der entscheidende Punkt, ob eine Buchung überhaupt infrage kommt.

Lage & Umgebung: Die Fragen, die niemand extra stellt

Ein eingebetteter Kartenausschnitt mit dem genauen Standort gehört auf jede Ferienhaus-Webseite - nicht nur als nette Ergänzung, sondern weil er sofort eine ganze Reihe unausgesprochener Fragen beantwortet. Wie weit ist es wirklich zum Ortskern? Liegt das Haus an einer stark befahrenen Straße? Wie sieht die direkte Nachbarschaft aus?

Zusätzlich zur Karte solltest Du konkrete Entfernungen angeben, und zwar zu den Punkten, die für deine Zielgruppe tatsächlich relevant sind. Bei einem Haus am Meer ist das die Gehzeit zum Strand, bei einem Chalet in den Bergen die Entfernung zum nächsten Skilift, bei beiden die Fahrzeit zum nächsten größeren Ort und zum Flughafen. Diese Zahlen wirken auf den ersten Blick banal, aber genau sie sind es, die viele Vermieter weglassen - und genau sie sind es, die ein Gast als Erstes googeln würde, wenn sie fehlen.

  • Kartenausschnitt mit exakter Lage statt nur einer vagen Ortsangabe.
  • Entfernungen in Minuten, nicht nur Kilometern: "12 Minuten zu Fuß zum Strand" ist greifbarer als "800 Meter".
  • Nächste Einkaufsmöglichkeit für den Wocheneinkauf am Anreisetag.
  • Ein paar Restaurant- und Freizeitempfehlungen aus der Umgebung, die Du persönlich empfehlen kannst.

Dieser Abschnitt bekommt selten viel Aufmerksamkeit beim Erstellen der Seite, wird aber von Gästen sehr genau gelesen. Er beantwortet still im Hintergrund genau die Zweifel, die sonst dazu führen, dass jemand die Seite verlässt, ohne eine Anfrage zu schreiben.

Preise, Verfügbarkeit & Buchungsanfrage: Wo Interesse zur Anfrage wird

Nichts bremst eine Buchung so zuverlässig aus wie eine Preisseite ohne Zahlen. "Preise auf Anfrage" mag früher üblich gewesen sein, schreckt heute aber eher ab, weil der Gast in der Regel gleich mehrere Häuser vergleicht und keine Lust hat, für jedes einzelne erst eine E-Mail zu schreiben, nur um eine grobe Preisspanne zu erfahren. Zeig Saisonpreise, nenn die Endreinigung separat, wenn sie separat berechnet wird, und mach transparent, ob eine Kaution anfällt.

Ein Verfügbarkeitskalender, in dem gebuchte Zeiträume sichtbar sind, erspart Dir außerdem einen großen Teil der Anfragen, die sonst nur lauten: "Ist der 14. bis 21. August noch frei?" Genauso wichtig wie Preis und Kalender ist am Ende aber das Anfrageformular selbst. Halte es kurz: Name, E-Mail, gewünschter Zeitraum, Anzahl Personen, eine Nachricht. Jedes zusätzliche Pflichtfeld ist eine zusätzliche Hürde, an der jemand abspringt, bevor die Anfrage überhaupt abgeschickt wird.

Tipp: Eine schnelle, persönliche Antwort auf eine Anfrage schlägt fast jedes noch so ausgefeilte Buchungssystem. Wenn Du innerhalb weniger Stunden antwortest, hast Du gegenüber anonymen Plattformen bereits einen echten Vorteil.

Bei den Preisen selbst lohnt sich eine einfache Tabelle nach Saison - Nebensaison, Hauptsaison, Feiertage - statt eines einzelnen Pauschalpreises, der ohnehin nirgends zutrifft. Gib außerdem an, ab welcher Mindestaufenthaltsdauer gebucht werden kann, falls Du das handhabst; auch das ist eine Information, die sonst erst per Rückfrage geklärt werden muss und die Anfrage unnötig verzögert.

Bewertungen: Vertrauen sichtbar machen, statt es bei Airbnb zu lassen

Wenn Du dein Ferienhaus schon länger vermietest, hast Du wahrscheinlich längst gute Bewertungen gesammelt - nur eben auf Airbnb, Booking.com oder Google, und damit für einen Besucher deiner eigenen Homepage unsichtbar. Genau dieses Vertrauen, das Du dir über Jahre erarbeitet hast, lohnt es sich auf die eigene Seite zu holen, statt es dort zu belassen, wo es niemandem hilft, der direkt bei dir buchen möchte.

Dafür braucht es keine aufwendige Bewertungstechnik. Ein halbes Dutzend echter Zitate reicht völlig: der Vorname des Gastes, der Monat der Reise, ein, zwei Sätze aus der Original-Bewertung. Wenn eine der Plattformen eine Sternebewertung ausweist, kannst Du diese Zahl ebenfalls übernehmen. Wichtig ist nur, dass es echte, überprüfbare Aussagen sind - erfundene oder stark umformulierte Zitate wirken auf Dauer unglaubwürdig und fallen früher oder später auf.

Am wirkungsvollsten sind Bewertungen dort, wo gerade eine Entscheidung ansteht: ein, zwei Zitate direkt auf der Startseite, eine größere Auswahl auf einer eigenen Seite oder im Bereich mit der Buchungsanfrage. Ein Gast, der ohnehin schon kurz davor ist, das Formular auszufüllen, braucht oft nur noch diesen letzten kleinen Vertrauensbeweis, um wirklich abzuschicken.

Über den Gastgeber: Ein Name statt eines anonymen Anbieters

Eine kurze Vorstellung von Dir als Gastgeber macht auf einer Ferienhaus-Webseite oft einen größeren Unterschied, als man erwarten würde. Ein Foto von Dir, vielleicht mit deiner Familie, ein paar Sätze dazu, warum Du das Haus vermietest und was Dir dabei wichtig ist, verwandeln eine anonyme Immobilienanzeige in etwas, hinter dem ein echter Mensch steht.

Gerade weil viele Gäste inzwischen misstrauisch gegenüber austauschbaren Ferienwohnungsseiten sind, hebt sich eine Seite mit einem echten Gesicht und einer echten Geschichte dahinter deutlich ab. Du musst dafür keinen Roman schreiben - drei, vier Sätze reichen, um zu zeigen, dass hier jemand mit Herzblut vermietet und nicht ein anonymes Verwaltungsunternehmen mit fünfzig Objekten im Portfolio.

Häufig gestellte Fragen: Die Mail, die Du nicht mehr schreiben musst

Nach ein, zwei Saisons kennst Du die Fragen bereits, die immer wieder gestellt werden: Gibt es einen Parkplatz direkt am Haus? Sind Hunde erlaubt? Kann man auch früher als um 15 Uhr anreisen? Ist das Haus für kleine Kinder geeignet? Gibt es in der Nähe einen Supermarkt, der auch sonntags offen hat? Jede dieser Fragen, die Du auf der Seite beantwortest, ist eine E-Mail, die Du nicht mehr schreiben musst.

Ein FAQ-Bereich spart damit nicht nur Dir Zeit, sondern gibt dem Gast auch abends um elf, wenn er die Buchung eigentlich schon abschließen wollte, sofort eine Antwort - statt bis zum nächsten Tag auf deine Rückmeldung zu warten und in der Zwischenzeit vielleicht woanders zu buchen. Sammle über einige Wochen einfach mit, welche Fragen tatsächlich in deinem Postfach landen, und trag sie regelmäßig nach.

Haus- und Anreiseregeln: Klarheit vor der Buchung, nicht danach

Check-in ab 16 Uhr, Check-out bis 10 Uhr, Rauchen nur auf der Terrasse, Haustiere nach Rücksprache - solche Regeln gehören klar und gut sichtbar auf die Seite, bevor gebucht wird, nicht erst in der Buchungsbestätigung. Wenn ein Gast erst nach der Zahlung erfährt, dass sein Hund nicht mitkommen darf oder der Check-in erst um 17 Uhr möglich ist, ist der Ärger vorprogrammiert - und landet nicht selten als schlechte Bewertung auf genau der Plattform, auf der Du eigentlich gut dastehen willst.

Diese Regeln offen zu kommunizieren schützt also nicht nur Dich rechtlich und organisatorisch, sondern nimmt auch von vornherein Konflikte aus der Buchung heraus. Ein Gast, der die Regeln vorher kennt und trotzdem bucht, akzeptiert sie - und beschwert sich später nicht darüber.

Rechtliches: Impressum, Datenschutz und AGB sind keine Kür

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist ein Impressum auf einer geschäftlich genutzten Homepage keine Option, sondern eine gesetzliche Pflicht - wer damit Zimmer oder ein Ferienhaus vermietet, betreibt seine Seite geschäftlich, auch wenn es sich nach einem Nebenerwerb anfühlt. Ebenso gehört eine Datenschutzerklärung dazu, sobald irgendwo personenbezogene Daten erhoben werden, und das betrifft praktisch jedes Anfrageformular.

Eine Seite mit Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder zumindest klaren Buchungsbedingungen regelt außerdem, was bei einer Stornierung passiert, wann die Zahlung fällig ist und was im Streitfall gilt - Dinge, die Du ohne schriftliche Grundlage im Zweifel mühsam nachträglich klären müsstest. Über die reine Pflicht hinaus wirkt eine Seite ohne diese Dokumente auf aufmerksame Besucher schnell unseriös; wer online bucht und zahlt, achtet inzwischen genau darauf, ob ein Anbieter diese Basics im Griff hat.

Technische Grundlagen: Das Fundament unter dem ganzen Inhalt

Alle bisherigen Punkte nützen wenig, wenn die Seite auf dem Smartphone nicht richtig dargestellt wird, langsam lädt oder das Anfrageformular Nachrichten kommentarlos verschluckt. Ein Großteil deiner Besucher wird die Seite über das Handy aufrufen, oft im Bett, in der Bahn oder in der Mittagspause - wenn die Darstellung dort nicht funktioniert, ist es egal, wie gut der Rest der Seite gemacht ist.

Prüfe regelmäßig, ob die Ladezeit im grünen Bereich liegt, ob alle Links funktionieren und ob Testnachrichten über das Kontakt- und Buchungsformular auch tatsächlich bei Dir ankommen. Gerade der letzte Punkt wird gern übersehen: Ein Formular, das seit Monaten unbemerkt keine E-Mails mehr versendet, kostet Dich Buchungen, ohne dass Du es merkst, weil sich einfach niemand meldet.

Eine lange Liste, aber machbar

Zwölf Bereiche sind eine Menge, wenn Du sie alle selbst umsetzen, pflegen und über die Jahre aktuell halten willst - zusätzlich zur eigentlichen Vermietung, Reinigung und Gästekommunikation, die ohnehin schon Zeit kostet. Genau deshalb ist diese Checkliste gleichzeitig eine ziemlich genaue Beschreibung dessen, was wir für Ferienhaus- und Ferienwohnungsbesitzer bauen: eine Webseite, auf der jeder dieser Punkte von Anfang an mitgedacht ist, statt nachträglich zusammengeflickt zu werden.

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Anton Waldburg

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